Vermögens- und Schuldenuhr

Nettoprivatvermögen in Deutschland

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Zuwachs 10771 € pro Sekunde

Das reichste Zehntel besitzt davon 74 %

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Zuwachs 7971 € pro Sekunde

Staatsverschuldung

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Zuwachs -440 € pro Sekunde

Erläuterungen

Bereich Wirtschaftspolitik beim ver.di Bundesvorstand, März 2017

Erläuterungen zur Reichtums- und Schuldenuhr

Die Zahlen zur Entwicklung des Nettovermögens der Bevölkerung in Deutschland beruhen auf der vom Statistischen Bundesamt und der Bundesbank gemeinsam herausgegebenen Veröffentlichung Sektorale und gesamtwirtschaftliche Vermögensbilanzen 1999 – 2015, und zwar auf den Angaben für das Reinvermögen der Privaten Haushalte und Privaten Organisationen. Es beträgt zum 31.12.2015 beträgt es 11.192,6 Milliarden. Euro. (Vgl. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen/Vermoegensrechnung/VermoegensbilanzenXLS_5816103.xlsx?__blob=publicationFile).

Dieses Vermögen umfasst im Wesentlichen Gebäude, Produktionsanlagen, Land und Geldvermögen inklusive Wertpapiere und Beteiligungen, abzüglich Kredite, ohne Gebrauchsvermögen privater Haushalte. Für die Uhr wird ausgehend von 7.793,5 Milliarden Euro am 31.12.2005 der durchschnittliche Zuwachs vom 31.12.2005 bis 31.12.2015 mit konstanten Raten fortgeschrieben. Das sind 340 Milliarden Euro im Jahr bzw. 10.771 Euro pro Sekunde.

Die Zahlen zum Anteil der Reichsten am Gesamtvermögen beruhen auf den Berechnungen, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung 2015 auf Grundlage des Sozioökonomischen Panels unter Hinzuschätzung des Vermögens der Milliardäre auf der Basis der Liste der Dollar-Milliardäre des Forbes-Magazins für 2012 vorgelegt hat. Daraus ergibt sich eine höhere Vermögenskonzentration als aus den offiziellen Statistiken, in denen die sehr Reichen systematisch untererfasst sind. Die so ermittelten Zahlen passen auch recht gut mit denen der gesamtwirtschaftlichen Vermögensbilanzen zusammen. (Vgl. Große statistische Unsicherheit beim Anteil der Top-Vermögenden in Deutschland, DIW-Wochenbericht Nr. 7/2015, http://diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.496886.de/15-7-3.pdf).

Danach betrug der Anteil der reichsten ein Prozent am Nettovermögen etwa 34 Prozent. Da es keine besseren und aktuelleren Zahlen gibt, haben wir diesen Anteil konstant gesetzt und auf die laufenden Vermögenszahlen angewendet. Es ergibt sich für die reichsten ein Prozent ein Vermögenszuwachs von 115,6 Milliarden Euro im Jahr bzw. 3.662 Euro pro Sekunde.

Der Anteil der reichsten zehn Prozent am Nettovermögen betrug danach etwa 74 Prozent. Es ergibt sich ein Vermögenszuwachs von 251,5 Milliarden Euro im Jahr oder 7.971 Euro pro Sekunde.

Die Zahlen zur öffentlichen Verschuldung beruhen auf den Angaben der Europäischen Kommission zu den Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland zum 31.12.2016 in Höhe von 2.138,6 Milliarden Euro. (Vgl. Variable 18.1. Gross Public Debt: http://ec.europa.eu/economy_finance/ameco/user/serie/SelectSerie.cfm).

Da die Staatsverschuldung in Deutschland seit 2012 im Trend sinkt, ist eine Fortschreibung auf Grundlage des durchschnittlichen Schuldenzuwachses der Vergangenheit hier nicht sinnvoll. Wir haben daher entsprechend der Prognose der EU-Kommission einen durchschnittlichen Abbau der öffentlichen Schulden von 13,9 Milliarden Euro im Jahr 2017 angesetzt. Das sind 440 Euro pro Sekunde.

Die Vermögenszahlen dieser Uhr unterscheiden sich deutlich von denen der Reichtumsuhr, die auf Berechnungen des DGB Hessen-Thüringen und ver.di Hessen beruht. Das liegt an den unterschiedlichen Datenquellen. Vgl. http://hessen-thueringen.dgb.de/themen/++co++7eae137e-e4ed-11e0-598f-00188b4dc422/@@index.html?k:list=Politik%20%26%20Gesellschaft

Weitere Informationen zur Verteilung und möglichen Besteuerung von Vermögen: http://www.vermoegensteuerjetzt.de/topic/12.studien.html